Erste Erfolge in den Förderstunden  
Art.Nr.: 3
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Erste Erfolge in den Förderstunden

Wenn Schüler neu in meine Praxis kommen, fällt bei vielen deutlich ein schlechtes Selbstbild auf, das sich durch die Schwierigkeiten im Lesen, Schreiben oder/ und Rechnen entwickelt hat. Wie schmerzhaft oft erlebe ich Aussagen wie „Das kann ich sowieso nicht“, „Ich bin eben dumm“ oder „Ich bin ein Loser“.
Die Leistungen in den Hauptfächern wirken sich entscheidend darauf aus, wie ein Schüler denkt, Dinge in seinem Leben beeinflussen zu können oder eben auch nicht. Wenn nun ein Kind oder Jugendlicher wegen seiner Legasthenie, allgemeiner LRS oder Dyskalkulie immer wieder Misserfolge einstecken muss, obwohl er sich sehr bemüht, in Deutsch oder Mathematik Fortschritte zu machen, so wirkt sich das meist verheerend auf sein Selbstwertgefühl aus.

Daher ist es für mich in meiner Arbeit als Legasthenietrainerin ganz entscheidend, in den Übungsstunden Erfolge möglich zu machen.
Da ich mit meinen Schülern nicht in Gruppen, sondern einzeln arbeite, kann ich die Aufgaben genau so auf das Kind (oder den Jugendlichen/ den Erwachsenen) zuschneiden, dass er gefordert, aber nicht überfordert wird. So lernt es jedes Mal dazu und kann sehen, was es schon kann.
In der Schule sollen legasthene und dyskalkule Schüler häufig Übungen bewältigen, die gar nicht ihrem momentanen Stand entsprechen, sodass diese Erfolgserlebnisse eben gerade nicht möglich sind. In der Einzelförderung kann glücklicherweise genau am Leistungsniveau gearbeitet werden.

Wenn ich nach ein paar Trainingsstunden Rückschau halte, was sich bereits verändert hat, so fällt daher eine Sache am häufigsten auf. Egal, ob die Person wegen einer allgemeinen LRS, einer Legasthenie oder Dyskalkulie zu mir kommt – was sich in den allermeisten Fällen zuerst verbessert, ist das Selbstwertgefühl. Natürlich gibt es auch nach drei Stunden schon erste kleine Erfolge beim Lesen, Schreiben oder Rechnen. Viel auffälliger ist fast immer jedoch das Auftreten der Person und der langsam wieder erwachende Glaube an sich selbst.
Genau das ist eine wichtige Voraussetzung, um sich motiviert ans Üben zu machen. Wenn Schüler erst einmal sehen, dass Schritt für Schritt immer mehr kleine Erfolge möglich sind, so ist der Wunsch weiterzumachen natürlich auch viel größer. So wird häufig aus vielen kleinen Erfolgen im Laufe der Zeit ein Riesenerfolg.



 
Diesen Artikel haben wir am Freitag, 20. Juli 2012 in unseren Katalog aufgenommen.

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Nicole Keipke ist eine zeitgenössische, hauptsächlich surrealistisch und figurativ arbeitende Künstlerin. Ihre Kenntisse erwarb sie sich rein autodidaktisch und ihre Werke sind das Ergebnis des Bedürfnisses, innere Gefühle und Gedanken zum Ausdruck zu bringen. Geboren 1982 in Bergen auf Rügen, lebt und arbeitet sie freiberuflich in Dresden. Die Arbeiten sind ein Ausdruck innerer Melancholie und verbinden einen deutlichen, klaren und modernen Malstil mit tiefgründigen Themen und Gefühlen. In Zukunft richtet sich Ihre Aufmerksamkeit auf die Ausarbeitung ihrer persönlichen Technik der Ölmalerei.
Wir sind sehr froh, dass wir Nicole Keipke für unsere Kinderbuchreihe Caro und Trolli als Illustratorin gewinnen konnten, wo sie ihr Talent von einer wunderschönen Seite zeigt und immer wieder begeistert.

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Woran kann das nur liegen?

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Legasthenie ist eine spezielle Form der Lese-/ Rechtschreibschwäche (LRS). Bei ihr sind drei Bereiche kennzeichnend:
- große Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und/ oder Schreibens
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